»Im Immergrünen Schönautal«

Erste Strophe

Die frühen Lerchen schwingen

sich hoch zum blauen Himmelstor

und wollen mit uns singen

im munter frischen Chor.

Es üben schon die Stare

ihr freches Kirschenklauerlied

und das schon viele Jahre,

ohn’ daß ihnen ’was geschieht.

Refrain nach den Strophen eins bis vier

Wie fühle ich mich frei

fa la la …

und wohl in Wiesen und im Wald,

im immergrünen Schönautal,

wenn unser Lied erschallt.

Fa la la …

Zweite Strophe

Im Nachmittag spazieren,

wo sanft vertraut die Schönau rauscht,

die Schwalben jubilieren,

der Fuchs im Holze lauscht.

Von ferne freundlich hallen

die Glocken von Sankt Johann,

vom Heidelberge schallen

die Lieder durch den Tann.

Dritte Strophe

Im Abendflug die Dohlen,

da blickt die frühe Nacht herein,

sie kommt auf leisen Sohlen

im späten Dämmerschein.

Und all die hohen Bäume

im Rauschen flüstern leis’und sacht,

erzählen blaue Träume

im Schatten lauer Nacht.

Vierte Strophe

In abendlicher Frische

wir wissen, wo ein gastlich’ Haus,

die Wirtin ruft zu Tische,

zu Trunk und köstlich’ Schmaus.

Beim Biere und Beim Weine,

mit Lied und lautem Gläserklang,

das fährt uns in die Beine

bei fröhlichem Gesang.

Fünfte Strophe

Auf allen unsern Wegen,

vom Paßberg her zum Haseltal,

mit Wolken und mit Regen

im Morgensonnenstrahl,

mit Birken und mit Fichten,

mit Wiesengrün und Adlerhorst,

in Liedern und Gedichten

lieb’ Fluren ich und Forst.

Schlußrefrain

Wie fühle ich mich frei

fa la la …

und wohl in Wiesen und im Wald.

Mit Freude grüßt dich jung und alt:

Mein Viernau, Viernau im immergrünen Wald.