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Ruppberg

Berg südlich des Thüringer-Wald-Hauptkamms, 866m ü. NN.

Der R. ist der Zella-Mehliser Hausberg, hat die Stadt im Südosten und den Gr. Hermannsberg im Nordwesten. Nördlich liegen Kanzlersgrund, Hohe Möst nebst zwölf Aposteln. Im Osten befindet sich u.a. der Gebrannte Stein.

Merkmale

Von Viernau aus gesehen, ist der R. durch seine vulkanähnliche Gestalt eindeutig auszumachen, zumal er mitten in der charakteristischen Horizontlinie im Osten einer der höchsten Berge ist. Der R. ist vollständig von Wald umgeben, der Gipfel jedoch steht frei. Genaugenommen besitzt der R. zwei Gipfel: den Hauptgipfel im Süden und den Nebengipfel im Norden. Die Gipfel sind ca. 100m voneinander entfernt, dazwischen befindet sich eine Schutzhütte (Ruppberghaus), die vom Ruppbergverein am Wochenende bewirtschaftet wird. Auf dem höheren Hauptgipfel wurde ein Gipfelstein aufgestellt, der Auskunft über die bei schönem Wetter sichtbaren Berge von hier aus gibt. Der Blick von hier aus in die Umgebung ist phänomenal und macht die Mühen des Aufstiegs mehrfach wett. Der Nebengipfel ist ebenfalls ein exzellenter Aussichtspunkt. Hier steht ein Fahnenmast und bei gehißter Flagge hält die Schutzhütte Speisen und Getränke für Gipfelstürmer bereit. Zu erreichen ist R. von Bermbach (über Knillfeld und Steinhauck), von Zella-Mehlis bzw. vom Ruppbergparkplatz aus. Letzterer liegt unmittelbar am höchsten Punkt der Verbindungsstraße zw. Oberschönau und Zella-Mehlis und ermöglicht den bequemsten Aufstieg.

Ruppberg-Gipfelprofil

Foto: Bodendenkmal-Infotafel

Historisches

Der R. entstand im Zuge vulkanischer Aktivitäten vor 230 Mio. Jahren und besteht vollständig aus Porphyr.

Auf dem Gipfel des R. sind Reste einer Wallanlage unbekannter Zeitstellung erhalten. Ihre Ausdehnung beträgt annähernd 100×25 Meter. Vom Westen führt ein Zugangsweg heran. 1988 erfolgte die Unterschutzstellung als Bodendenkmal. Archäologische Funde fehlen bisher.

Foto: Bodendenkmal-Infotafel

Die historische Forschung bringt den Ruppberg mit den im 11. und 12. Jahrhundert um Zella-Mehlis begüterten Herrn von Nordeck in Verbindung. Im Jahre 1898 wurde eine erste Schutzhütte gebaut, 1958 das heutige Ruppberghaus.