Unterseite des Projekts Karneval | Narrenlexikon von viernau.de, Website der Gemeinde Viernau in Südthüringen
Der N. ist der (Schlacht-)Ruf des lokalen Narrenreichs. Er besteht i.d.R. aus zwei Teilen, wobei der erste Teil meist ein zu würdigender Eigenname (vorwiegend der Name der Karnevalshochburg) ist, dieser wird vom Vorrufer angegeben. Der zweite Teil ist die Antwort auf den ersten Teil und stellt meist den eigentlichen N. dar, dieser wird von der anwesenden Narrenschar mitgetragen. Diese karnevalistische Begrüßungszeremonie ist über ganz Deutschland verbreitet. Selbst in Österreich und Ostbelgien hat der Karnevalschlachtruf Tradition.
Der Ruf »Helau« ist in vielen Karnevalshochburgen verbreitet und somit der bekannteste N.. Über seine Entstehung gibt es zahlreiche Erklärungsversuche: Am Niederrhein soll das »Helau« einmal ein Hirtenruf gewesen sein. Eine weitere Erklärung leitet »Helau« von Halleluja ab. Manche behaupten auch, daß »Helau« auch »Hölle auf« oder »hel auf« (hel bezeichnet die germanische Göttin der Unterwelt, Namensgeber für Hölle) bedeuten kann, da Karneval ursprünglich gefeiert wurde, um den Winter und die bösen Geister, die bei der Öffnung der Hölle auf die Erde kamen, zu vertreiben.
Spezielle N. sind: »Gag Helau« (Viernau), »Sulli Sulli Helau« (Suhl), »Woesinge Ahoi« (Wasungen) u.a.