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Fastnachtsdienstag

Der F. bildet den Abschluß der närrischen Tage. Er wird in manchen Gegenden daher durchaus treffend »Kehraus« genannt. Genaugenommen bezeichnet der Name »Fastnacht« eigentlich nur diesen Dienstag und nicht die ganze Fastnachtswoche.

Am F. wird noch einmal kräftig zugelegt. In manchen Orten findet erst an diesem Tag der Fastnachtsumzug statt. In einer zunehmend säkularisierten Umwelt wird der Dienstagabend heute kaum noch als Vorabend zu Aschermittwoch und damit als Eintritt zur Fastenzeit empfunden, sondern eher als Ende einiger schöner, lustiger Tage. Man feiert daher bis spät in die Nacht. In früheren Zeiten wurde seitens der Kirche Wert darauf gelegt, daß bis 24 Uhr das Fastnachtstreiben beendet sein mußte. Weit mehr als heute verbreitet waren daher auch sogenannte Fastnachtsabschlußbräuche. In einigen Gegenden haben sie sich aber noch bis heute erhalten. Fastnachtsabschlußbräuche gab und gibt es vor allem dort, wo eine Symbolfigur der Fastnacht existiert. Am F. gilt es, sich ihrer zu entledigen. Sie wird daher öffentlich verbrannt oder in einer »feierlichen« Zeremonie zu Grabe getragen. Die Fastnachter und Narren tragen dabei häufig ein äußeres Zeichen der Trauer wie schwarzer Schleier, schwarzer Hut oder Zylinder oder Kränze. Die Trauer selbst ist selbstverständlich nur gespielt. Eine interessante Variante der Begräbniszeremonie ist das Begraben des Geldbeutels oder die Geldbeutelwäsche als Säuberungs- und Läuterungsaktion. Zu den sonstigen Abschlußbräuchen gehört die Rückgabe des Narrenrechts bzw. die Beseitigung von Rechtszeichen. Dazu gehört zum Beispiel die Rückgabe des Rathausschlüssels. Dort, wo ein Narrenbaum gesetzt wurde, wird er am D. gefällt oder versteigert.