Karl Schimorek schuf während seines Viernauer Aufenthalts in den 40-er Jahren des vorigen Jahrhunderts Aquarelle mit Motiven aus Ort und Region. Im November 2010 widmete ihm der Heimatverein eine Ausstellung.
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Karl Schimoreck stammte aus Ostpreußen. Die Ereignisse des 2. Weltkriegs veranlaßten Schimoreck zur Flucht gen Westen und verschlugen ihn Mitte der 40-er Jahre nach Viernau. Er verbrachte einige Jahre hier im Ort und zog am Ende des Jahrzehnts nach Berlin, wo er 1956 verstarb. Schimoreck kam mittellos in Viernau an und war als gelernter Bankkaufmann nicht in der Lage, hier seinen Lebensunterhalt mit körperlicher Arbeit zu bestreiten, wie es allgemein zu diesen Zeiten üblich war auf dem Land. Er hatte allerdings ein Händchen für die Malerei und machte dieses Talent zu barer Münze. Sein Werk umfaßte Zeichnungen und Aquarelle von Gebäuden und Landschaften. Ihm zugetane Bürger bedachte er zu deren Geburtstagen mit kleinen Aufmerksamkeiten in Form von Feinzeichnungen mit Glückwünschen und dergleichen. Unbewußt schuf er so Zeugnisse des Orts zur damaligen Zeit. Freilich übertrieb er hie und da, um den Gegenstand seiner Betrachtung ins rechte Licht zu rücken. Bis zu seinem Umzug nach Berlin wohnte Schimoreck in der Mühlstraße Nr. 33 und hatte u.a. besonders enge Beziehungen zu den Betreiberinnen der Rasenmühle und zum damaligen Förster Bruno Wilke. Auch nach seinem Wegzug aus Viernau blieb er der Malerei treu.
Ehepaar Schimoreck, 1950
foto: eberhard wilke
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Kulturelle Veranstaltungen
725-Jahrfeier, Juni 2010